Sri Lanka Reisetipps

Sri Lanka hat trotz seiner vergleichsweise kleinen Größe nahezu alles zu bieten, was man sich von einem Asien-Urlaub nur erträumen kann und wird auch gerne als „Perle im indischen Ozean“ bezeichnet. 

Es gibt auch Stimmen, die behaupten, dass dort früher das Paradies vermutet wurde.
Hier findest du alle unsere Erfahrungen und Reisetipps aus unserem Sri Lanka Abenteuer.

Das Land verzaubert mit weißen Sandstränden, türkisfarbenem Meer, anmutigen Berglandschaften, traumhaften Unterwasserwelten, zahlreichen wildlebenden Tieren, der beeindruckenden Vegetation und vor allem der einzigartigen Freundlichkeit seiner Bewohner. Diese haben stets ein Lächeln auf den Lippen und laden Besucher aus fernen Länder gerne aus bloßer Nettigkeit in ihr Zuhause ein.

Langweilig wird ein Urlaub hier niemals, da es endlos viel zu entdecken gibt.
Die indische Heilkunst Ayurveda ist seit jeher fester Bestandteil in der Kultur Sri Lankas und es gibt vielzählige Angebote an Kuren und Massagen.

Mit bis zu 2.500 Meter hohen Bergen im Hochland wird das Land außerdem immer beliebter bei Trekkingurlaubern und die Surfspots an Süd- und Ostküste sind unter Surfern weltweit bekannt.

Auch kulturell gibt es viel zu entdecken: Das Land ist größtenteils buddhistisch und hinduistisch geprägt. Religion ist tief im alltäglichen Leben der Einheimischen verankert, so dass der Besucher gute Einblicke in das religiöse Leben auf dem Inselstaat bekommen kann.
Das kulturelle Dreieck im Nordosten der Insel ist geprägt von Überresten früherer Königreiche und im Norden ist der Einfluss südindischer Kultur sehr präsent.
Bis ins 16. Jahrhundert war Sri Lanka zunächst portugiesische, dann niederländische Kolonie und ab 1815 bis zur Unabhängigkeit ab dem Jahr 1948 Teil des britischen Weltreichs. In vielen Orten erinnert die Architektur noch an die Zeiten unter europäischer Kolonialherrschaft.

Vor allem der Süden des Landes ist bereits seit einigen Jahren touristisch sehr gut erschlossen, im Nordosten halten sich die Besucherströme noch in Grenzen. Wenn du noch ein authentisches, nicht allzu überlaufenes Sri Lanka kennenlernen möchtest, ist jetzt die beste Zeit.

Dulshan - Guide in Sri Lanka
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Sri Lankas Landschaft ist allein schon Grund genug für eine Reise auf die Insel im indischen Ozean. Atemberaubende Küstenabschnitte, faszinierende Berglandschaften, Urwälder und unberührte Wildnis. Auch die Vegetation und Tierwelt sind beeindruckend: Im Dschungel gibt es Blumen in allen Farben sowie sattgrüne tropische Pflanzen und der ein oder andere Reisende ist bereits unverhofft einem wilden Elefanten begegnet.

Abwechslung

In Sri Lanka kommen Aktivurlauber, Kulturliebhaber und Entspannungssuchende gleichermaßen auf ihre Kosten. Für Sport und Abenteuer entsteht eine Qual der Wahl zwischen Surfen, Kitesurfen, Segeln, Tauchen, Schnorcheln, Wandern, Kanufahren und vielem mehr. Kulturell Interessierte werden vor allem am „Cultural Triangle“ um Anuradhapura, Polonnaruwa und Kandy Gefallen finden und für den Erholungsurlauber gibt es mehr weiße, von Palmen umringte Sandstrände, als innerhalb einer Reise besucht werden können.

Kulturerbe Ayurveda

Die indische Naturheilkunst Ayurveda wird in Sri Lanka bereits seit über 2.500 Jahren ohne Unterbrechung gelehrt und praktiziert. Zahlreiche Besucher kommen jährlich allein für die weltweit angesehenen Ayurvedakuren nach Sri Lanka. Zur Wahl stehen mehrwöchige Programme sowie zahlreiche Massagen und andere ayurvedische Behandlungen, die oft noch mit Yoga und Meditation verbunden werden.

Gastfreundlichkeit der Einwohner

Die Einwohner Sri Lankas sind ein sehr gastfreundliches Volk und freuen sich von Herzen über die zahlreichen Besucher, die jedes Jahr auf ihre Insel kommen. Sie haben stets ein Lächeln auf den Lippen und es ist nicht selten, dass Reisende zum Abendessen im Kreise der Familie eingeladen werden.

Flüge nach Sri Lanka

Der Direktflug von Deutschland (München) nach Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka dauert ca. 12 Stunden. Wer nicht so gerne so eine lange Zeit im Flugzeug verbdingt, der kann den Flug aufteilen und z.B. einen Zwischenstopp in Doha einlegen und sich kurz die Füße vertreten.
Für deine Flugsuche nutzt du am besten Skyscanner, mit der Flugsuchmaschine haben wir die besten Schnäppchen geschossen.

Internationale Flüge landen allesamt am Bandaranaike International Airport, der sich circa 35 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Colombo und weniger als 10 Kilometer entfernt von Negombo befindet.

Sri Lanka Bilder

An- & Weiterreise / Verkehr

Vom Flughafen gibt es gute lokale Busverbindungen sowohl nach Negombo als auch nach Colombo.
Alternativ können am Taxischalter private Fahrer gebucht werden. In und um Colombo funktionieren außerdem Taxi-Apps wie Uber, Grab und Pick-Me, welche oft preiswertere Fahrten anbieten (im Rest des Landes sind diese Apps aktuell leider nicht verfügbar).

Der Verkehr in Sri Lanka lässt sich als ein für die meisten asiatischen Länder typisches „geordnetes Chaos“ bezeichnen – es wird gefahren und überholt, wo auch nur annähernd genügend Platz ist und zudem wird immer wieder bewiesen, dass das Fahrzeug über eine Hupe verfügt.

Die Briten brachten zur Kolonialzeit zudem den Linksverkehr mit auf die Insel.
Mietwagen bzw. das selber fahren ist daher nur bedingt zu empfehlen.

Die gewonnene Flexibilität muss gegenüber den Verkehrsbedingungen und den gegebenenfalls eingeschränkten Sicherheitsstandards des Autos abgewogen werden.

Viele Sri Lanker bieten mittlerweile alternativ ihre Dienste als Fahrer an und fahren Reisende über die gesamte Insel. Dabei solltest du unbedingt vorher die Stopps ausmachen, damit du am Ende nicht von einer kleinen „Kaffeefahrt“ überrascht wirst, da viele Fahrer Provisionen beim Anfahren von Juwelieren, Restaurants etc. erhalten. Die Kosten starten bei 30 Euro pro Tag zuzüglich Benzin und Fahrerhonorar.

Legst du mehr Wert auf Flexibilität und ein Gefühl von Freiheit, ist auch das Mieten eines Motorrollers eine Option. Diese gibt es ab 5 Euro pro Tag zu mieten.

An gefühlt jeder Ecke des Landes bieten zudem Tuk Tuk Fahrer ihre Taxidienste an.
Tuk Tuks sind motorisierte Fahrzeuge mit drei Rädern und eignen sich vor allem gut für kürzere Strecken.
Dabei solltest du unbedingt den Preis vor dem Einsteigen verhandeln, um nicht übers Ohr gezogen zu werden.
Der Preis pro Kilometer sollte in der Regel bei 30-40 Rupien liegen. Mittlerweile gibt es aber auch immer mehr Tuk Tuks mit Taxameter, vor allem in größeren Städten.

Solltest du auf der Suche nach dem ganz besonderen Sri Lanka Abenteuer sein, kannst du auch in Colombo einen „Tuk Tuk Führerschein“ machen und anschließend ein Tuk Tuk zur Inselerkundung auf eigene Faust mieten.

Das beliebteste Verkehrsmittel der Einheimischen ist der Bus.
Dieser ist schon allein aus Erlebnisgründen zu empfehlen: Meistens strömt laute Bollywoodmusik aus den Lautsprechern, die Beleuchtung ist häufig bunt, blinkend und partyähnlich und in jedem Bus gibt es beim Fahrer eine nicht unauffällig dekorierte goldene Buddha-Statue.
Stell dich jedoch darauf ein, dass der ein oder andere Fahrer fährt, als sei er auf der Flucht und dass die Busse häufig so überfüllt sind, dass du unter Umständen keinen Sitzplatz abbekommst – dann kann so eine Busfahrt sehr langwierig werden.
Das Busnetz ist jedoch beeindruckend, es wird jeder noch so kleine Ort regelmäßig angefahren und du kannst für nur wenige Euros das gesamte Land durchqueren.
Hast du dein Gepäck bei dir, wird dieses entweder vorne beim Fahrer abgestellt oder, falls vorhanden, im Gepäckraum untergebracht.
Wenn du nicht an einem zentralen Busbahnhof, sondern an einer abgeschiedenen Haltestelle einsteigen möchtest, musst du unbedingt den Arm raushalten, um dem Fahrer zu signalisieren, dass er anhalten soll. Er wird im Normalfall jedoch nicht vollständig anhalten, sondern eher das Tempo verringern, so dass du schnell aufspringen kannst.

Zwischen Städten gibt es mittlerweile alternativ private Expressbusse verschiedener Anbieter. Diese sind deutlich komfortabler als die lokalen Busse und mit Klimaanlage ausgestattet. Sie sind zwar etwas teurer als die lokalen Busse, aber immer noch preiswert. Eine Fahrt von Colombo nach Matara kostet zum Beispiel etwa 500 Rupien, also ca. 2,50 Euro.

Die Expressbusse fahren regelmäßig, jedoch selten nach einem konkreten Abfahrtsplan, da sie in der Regel dann abfahren, wenn alle Plätze besetzt sind.

Nicht auslassen solltest du das Fahren mit dem Zug durch Sri Lanka, da diese türkisblauen Züge mit den offenen Türen ihren ganz besonderen Charme haben und nicht selten zum Highlight der Reise werden.

Zahlreiche Verkäufer bieten während der Fahrt Chai und Snacks zu kleinen Preisen an. Das Streckennetz wurde von den Briten während ihrer Kolonialzeit errichtet und ist größtenteils noch dasselbe wie im 19. Jahrhundert.

Es gibt drei Hauptstrecken: Die Küstenstrecke von Puttalam im Norden die Westküste hinunter über Colombo bis nach Matara, von Colombo durch das zentrale Hochland über Kandy bis nach Badulla und ab Colombo in den Norden über Anuradhapura bis nach Vavuniya.

Die Strecke von Kandy durch das Hochland bis nach Ella führt mitten durch die von Teeplantagen gesäumten Berghänge und zählt zu den schönsten Bahnstrecken der Welt. Zugfahren in Sri Lanka ist unfassbar günstig und in Anbetracht der Fahrweise vieler Fahrer sicherer als Busfahren.
Du solltest jedoch etwas mehr Zeit mitbringen, da die Züge langsamer unterwegs sind als Busse und auch gerne Verspätung haben.
Je nach Streckenabschnitt kannst du auch hier das Pech haben und stehen müssen.
Die Zugtickets werden in der Regel nur am Schalter am Tag der Abreise verkauft, es lohnt sich früh da zu sein.

Sicherheit – Wie sicher ist Sri Lanka?

Sri Lanka ist grundsätzlich als sicheres Reiseland einzustufen.
Der Bürgerkrieg, der jahrzehntelang zwischen Singhalesen und Tamilen herrschte, kam im Jahr 2009 zu seinem Ende. Vereinzelt gibt es nachkriegsbedingt noch eine stärkere Militärpräsenz in den ehemaligen Kriegsregionen.
In diesen Regionen können unter Umständen auch heute noch alte Minen und Granaten gefunden werden. Hilfsorganisationen und die Regierung arbeiten jedoch daran, alle aufzufinden und zu entschärfen. Man braucht mittlerweile auch keine Genehmigungen mehr für die Reise in bestimmte Regionen, wie zum Beispiel Jaffna im Norden.

Aufpassen solltest du während deiner Reise bei der Wahl der Verkehrsmittel, da diese nicht zwingend den deutschen Sicherheitsstandards entsprechen und der Verkehr sehr chaotisch abläuft, sowie im beim Schwimmen im Meer, da dort teils starke Strömungen herrschen. Hier ist es am besten, du fragst vorab die Einheimischen nach den Strömungen und bleibst nah an der Küste.
Um ausreichend Respekt vor der Kultur und Religion der Einheimischen zu zeigen und nicht für Aufruhr zu sorgen, achte darauf, dass du gerade bei dem Besuch von Religionsstätten sowie kleineren Ortschaften deine Knie und Schultern bedeckt hältst.

Ansonsten solltest du wie in jeder touristischen Destination vor allem in größeren Menschenmengen oder stark besuchten Orten auf deine Wertsachen Acht geben.

Hotels, Hostels, Homestays in Sri Lanka

Unterkünfte gibt es in Sri Lanka für jeden Geschmack und Geldbeutel.
Da es eine unüberschaubare Auswahl gibt, ist eine Vorabbuchung nicht wirklich zwingend notwendig, sondern in den meisten Fällen ist auch ein spontanes Loslaufen und Nachfragen erfolgreich.

Wer auf der Suche nach etwas mehr Komfort oder sogar Luxus ist, für den gibt es einzigartige Hotelanlagen in Traumlagen. Viele Resorts wurden von einem der bekanntesten Architekten aus Asien, Geoffrey Bawa, konstruiert und sind vom tropischen Modernismus geprägt.

Insbesondere in und um Galle gibt es traumhafte Boutique-Hotels, in Orten im Hochland wunderschöne Kolonialbauten.
Gerade für die, die zu zweit unterwegs sind, empfehlen sich Bungalows.
Diese gibt es in allen Preisklassen, sie sind aber im Allgemeinen recht preiswert.
Das Nächtigen in einem Bungalow hat ein ganz besonderes tropisches Flair, vor allem, wenn die Anlage sich direkt am Meer oder schön gelegen im Hochland befindet.

In jedem auch nur etwas touristisch angehauchten Ort gibt es mittlerweile auf Backpacker ausgelegte Hostels, in denen die Nacht häufig nur 4-7 Euro kostet und eine kleine Hostel-Gemeinschaft oft inklusive ist.

Eine tolle Alternative sind darüber hinaus Homestays. Diese bezeichnen eine von einheimischen Familien geführte Unterkunft, welche oft sehr liebevoll und gastfreundlich geführt wird. Meist ist ein landestypisches Frühstück im Preis inbegriffen.

Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka, die du unbedingt sehen musst

Adam’s Peak

Der 2.243 Meter hohe Adam’s Peak, offiziell Sri Pada genannt, befindet sich im südlichen Hochland und ist Pilgerstätte für verschiedene Religionen. Die Christen glauben, dass hier Adam, nachdem er aus dem Paradies vertrieben wurde, auf die Erde kam, die Buddhisten glauben, dass Buddha dort seinen Fußabdruck hinterließ, als er ins Paradies aufbrach und für die Hinduisten ist es der Ort, an den die Schmetterlinge kommen, um zu sterben. Jeden Tag des Jahres pilgern hunderte Menschen zum Sonnenaufgang auf die Spitze des Berges und erklimmen dabei gut 5.200 Treppenstufen.

Nine Arch Bridge

Die majestätisch anmutende Eisenbahnbrücke Nine Arch Bridge befindet sich in Fußläufigkeit zum bei Touristen beliebten Bergdorf Ella. Sie ist ein architektonisches Meisterwerk und eines der bekanntesten Fotomotive Sri Lankas.

Horton Plains

Horton Plains ist eine Hochebene im Hochland unweit von Nuwara Eliya. Von hier führt ein Wanderweg zum sogenannten World’s End – dort endet die Hochebene abrupt und eine Klippe geht beinahe senkrecht 825 Meter hinab ins Tal. Besonders mystisch und beeindruckend ist diese bei Nebel, da die Nebelwand dann tatsächlich wie das Ende der Welt wirkt.

Sigiriya - Lions Rock

Sigiriya ist ein alleinstehender 200 Meter hoher Felsblock, auf dem sich die Ruinen einer Felsenfestung befinden. Der Fels lässt sich über mehrere Hundert Treppenstufen am besten in den frühen Morgenstunden erklimmen. Alternativ kannst du auch den benachbarten und weniger besuchten Pidurangala Rock besteigen, von welchem aus du einen guten Blick auf den Sigiriya Felsen hast. Bei vielen ist dies mittlerweile die beliebtere Alternative, da sie sich so auch den nicht unbedingt günstigen Eintrittspreis für Sigiriya sparen können.

Dambulla

Die fünf Höhlentempel von Dambulla innerhalb des kulturellen Dreiecks befinden sich in einem 150 Meter hohen Granitfelsen. Die gold-roten Buddha-Statuen sind bewundernswerte buddhistische Kunstwerke und machen einen Besuch definitiv lohnenswert.

Negombo

Ella liegt malerisch eingebettet in die Landschaft des zentralen Hochlands und ist äußerst beliebt bei Touristen. Markantes Wahrzeichen des Orts ist der Felsvorsprung Ella Rock, der auch erklommen werden kann. Der Ort ist guter Ausgangspunkt für Erkundungstouren und Wanderungen.

Beliebte Reiseziele in Sri Lanka

Colombo

Colombo ist die Hauptstadt und größte Stadt Sri Lankas. Mittlerweile leben dort mehr als drei Millionen Einwohner und die Stadt ist zum wirtschaftlichen Zentrum geworden, das sich von anderen Großstädten der Welt in vielen Dingen wie einem hektischen Verkehrsgeschehen nur kaum unterscheidet. Wer als Abwechslung zu den Stränden oder dem Bergland ein bisschen Großstadtflair sucht, ist hier genau richtig.

Negombo

Negombo ist eine idyllische Hafenstadt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen und unweit der Hauptstadt Colombo. Der Ort war einer der ersten Touristenorte in den 70er Jahren. Viele Reisende verbringen hier die ersten Tage ihrer Reise und bekommen durch die kleinstädtische Atmosphäre und die historischen Kolonialüberreste langsam ein Gefühl für das Land.

Galle

Die Altstadt von Galle ist ein ehemaliges Fort aus der niederländischen Kolonialzeit und mit Sicherheit eine Reise wert. Im von Festungsmauern komplett umgebenen Fort vermischen sich Touristenströme mit dem Alltagsgeschehen der Einheimischen und europäische Architektur vereint sich mit asiatischer Kultur. Du kannst gemütlich durch die kleinen Gassen schlendern, hast die Qual der Wahl zwischen zahlreichen netten Cafés und Restaurants, kannst durch Boutiquen stöbern und das vielleicht beste Eis Sri Lankas essen.

Hikkaduwa

Hikkaduwa war einst ein kleines Fischerörtchen etwa 100 Kilometer südlich von Colombo und ist mittlerweile eins der größten Touristenzentren Sri Lankas. Die Strände zählen zu den schönsten des Landes und sowohl Taucher, Schnorchler als auch Kitesurfer kommen hier ganz auf ihre Kosten.

Ella

Ella liegt malerisch eingebettet in die Landschaft des zentralen Hochlands und ist äußerst beliebt bei Touristen. Markantes Wahrzeichen des Orts ist der Felsvorsprung Ella Rock, der auch erklommen werden kann. Der Ort ist guter Ausgangspunkt für Erkundungstouren und Wanderungen.

Trincomalee

Trincomalee liegt im Nordosten des Landes und wird von Touristenströmen noch weitestgehend in Ruhe gelassen, so dass die Strände noch relativ unberührt sind. Vor der Küste des Orts befindet sich ein außergewöhnliches Tauch- und Schnorchelparadies, das die Herzen von Unterwasserweltbegeisterten höher schlagen lässt.

Arugam Bay

Das einstige Fischerdorf Arugam Bay an der Ostküste des Landes hat sich heute zum Hotspot für Surfer entwickelt. Von April bis September herrscht hier Hochbetrieb auf den Wellen. Zahlreiche nette Cafés und Restaurants haben sich angesiedelt und Ausflugsziele wie der Yala Nationalpark sind gut zu erreichen.

Anuradhapura

Anuradhapura ist als erste Königsstadt Sri Lankas Teil des Cultural Triangles. Sie war lange Zeit die Hauptstadt des Landes und ein bedeutendes religiöses Zentrum. Heute kannst du hier noch zahlreiche Denkmäler und historische Stätten aus alten Zeiten bestaunen.

Sri Lanka - Wo liegt das eigentlich?

Sri Lanka ist ein Inselstaat im indischen Ozean, mit einer Fläche von 65.610 km² in etwa so groß wie das Bundesland Bayern.
Das Land liegt südöstlich vom indischen Subkontinent, die kürzeste Entfernung von Munasal im Norden Sri Lankas zur Südspitze Indiens beträgt bloß knappe 55 Kilometer.
Die beiden Länder sind lose über die Inselgruppe Adamsbrücke verbunden. Diese ist zugleich die letzte sichtbare Spur aus Urzeiten, in denen Sri Lanka noch fest mit der Landmasse Indiens verbunden war.
Eine durchgehende Verbindung über Land gibt es heute nicht mehr.

Einwohner & Religion & Sprache

In Sri Lanka leben 20,8 Millionen Einwohner, die verschiedensten Religionen und Ethnien angehören.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist dabei singhalesisch (74,9%).
Die Singhalesen sind die Nachfahren nordindischer Siedler, die um 500 vor Christus nach Sri Lanka kamen.

Die bedeutendste Minderheit stellen die Tamilen dar (15,4%).
Weitere ethnische Minderheiten sind die Moors (9,2%), die Malaien, die zur Kolonialzeit der Niederländer und Briten aus Indonesien und Malaysia einwanderten (ca. 40.000), die Burgher, die Nachfahren von europäischen Kolonisten und einheimischen Frauen sind (ca. 37.000) und die Veddas,, von denen jedoch nur noch einige Hundert leben. Sie sind Nachkommen der Yakkas, welche gemeinsam mit den Naddas die indigenen Völker Sri Lankas bildeten.

Durch die Zerstörung ihres Lebensraums aufgrund von Dschungelrodungen mussten sie in Dörfer umsiedeln, wo sie sich immer mehr mit den Singhalesen und Tamilen vermischten.
Dadurch sind sie heute, wie die meisten indigenen Völker der Erde, vom Aussterben bedroht. Mittlerweile leben nur noch wenige Veddas nach ihren ursprünglichen Traditionen und ihrer typischen Kultur.

In Bezug auf Religion ist das Land vor allem buddhistisch und hinduistisch geprägt. Früher waren der Süden und die Region um Anaradhapura bedeutende buddhistische Zentren, während im Osten und Norden der Insel eher der Hinduismus verbreitet war.

Auch heute sind die Bewohner noch mehrheitlich buddhistisch (70,2%) und hinduistisch (12,6%). Dabei sind es die Singhalesen, die eher buddhistisch sind und die Tamilen, die überwiegend hinduistisch sind.
Neben diesen beiden Religionen sind auch der Islam (9,7%) sowie das Christentum (7,4%) mittlerweile bedeutende Religionen. Die ethnische Gruppe der Moors ist ausschließlich muslimisch, während die christlichen Minderheit entweder den Singhalesen oder den Tamilen angehört.

Sowohl Sinhala, die Sprache der Singhalesen, als auch Tamil, die Sprache der Tamile und Moors, sind Amts- und Nationalsprachen Sri Lankas. Auch Englisch ist verbreitete Verkehrs- und Bildungssprache sowie anerkannte Verbindungssprache – ein Überbleibsel der britischen Kolonialherrschaft, das die Kommunikation mit den Einheimischen auf der Reise deutlich einfacher macht.

Die Landschaft von Sri Lanka

Das Land ist von drei unterschiedlichen Landschaften geprägt: das zentrale Hochland, Tiefebenen und Küstenlandschaft.
Das Hochland steht unter UNESCO-Schutz und ist das Herz des Landes. Zahlreiche Teeplantagen reihen sich die Hügel entlang aneinander und prägen die Landschaft. Mit bis zu 2.500 Meter hohen Bergen ist das Hochland reines Wanderparadies. Der höchste Berg ist der Piduratalagala mit 2.524 Metern. Im Zentrum des Hochlands befindet sich ein Hochplateau, von deren südlichen Ende sich zwei jeweils 50 Kilometer lange Gebirgsmassive in den Osten und Westen erstrecken.
Die Tiefebenen sind dank künstlicher Bewässerungssysteme fruchtbar, so dass sie überwiegend für den Ackerbau verwendet werden.
Die Küste ist fast komplett von weißen, mit Palmen umsäumten Sandstränden umzogen, die Magnet für zahlreiche Erholungssuchende und Wassersportler sind. Es lassen sich jedoch auch immer noch schöne, einsame Strände finden, die man sich höchstens mit den lokalen Fischern teilt.

Die Tierwelt in Sri Lanka

Die Tierwelt Sri Lankas ist beeindruckend. In kaum einem anderen Land der Welt herrscht ein solcher Artenreichtum auf vergleichsweise kleinem Raum.
Viele Besucher sind vor allem an den asiatischen Elefanten interessiert. Im Vergleich mit anderen asiatischen Ländern gibt es auf Sri Lanka noch einen großen Bestand dieser gefährdeten Art. Mit etwas Glück kannst du Elefanten in freier Wildbahn entdecken, insbesondere im Südosten des Landes. Ansonsten bieten Nationalparks Safari-Touren an, bei denen das Sichten von Elefanten fast garantiert ist. Jedoch solltest du dabei im Hinterkopf behalten, dass es auf Sri Lanka noch keine Beschränkungen bezüglich der zugelassenen Anzahl an Jeeps in den Nationalparks gibt. Dadurch kann es gerade zur Hochsaison passieren, dass oftmals über 50 Jeeps hinter- und nebeneinander durch den Park fahren, um den Touristen Elefanten zu zeigen.
Einzigartig sind die Sri-Lanka-Leoparden, welche die größte lebende Leopardenart darstellen. Das Sichten eines Leoparden ist ein besonderes Erlebnis, da nur noch 400-600 Tiere leben und die Spezies stark vom Aussterben bedroht ist.
Auch das Sichten eines Lippenbärs ist zwar grundsätzlich möglich, aber äußerst selten.
Für Vogelliebhaber ist Sri Lanka ein wahres Paradies, die Dichte und Varietät der bunten Vogelwelt des Landes ist enorm. Unter anderem gibt es viele Reiher, Kormorane, Papageien und Krähen.
Darüber hinaus gibt es in Sri Lanka Warane, Krokodile und Schlangen, darunter auch die Riesenschlange Tigerpython. Allgegenwärtig sind Geckos ebenso wie zahlreiche Affen, beispielsweise Weißbart-Languren, Hutaffen und Hanuman-Languren. Im Hochland leben Axishirsche.
Landestypisch ist auch das Sri-Lanka-Riesenhörnchen, das nur in Südindien und Sri Lanka vorkommt und eine der größten Hörnchenarten der Welt darstellt.
Ein eher trauriger Teil der Tierwelt in Sri Lanka sind die vielen verwahrlosten Straßenhunde, die überall im Land anzutreffen und häufig in einem bemitleidenswerten Zustand sind.

Die Pflanzenwelt

Sri Lanka verfügt über eine bunte, artenreiche Pflanzenwelt. Klimabedingt herrschen Unterschiede zwischen der Vegetation im Osten und Westen des Landes. Im Südwesten ist das Klima tropischer und die Vegetation typisch für Regenwälder. Der Norden und Osten des Landes ist trockener, so dass eher eine Buschvegetation herrscht. Überall gegenwärtig sind die Sehnsucht weckenden Palmen.
Ein besonderer Baum ist der Bodhibaum in Anaradhapura, der den Überlieferungen zufolge ein direkter Ableger des Bodhibaums aus Indien, unter dem Buddha zur Erleuchtung gelangt seien soll, ist. In jedem buddhistischen Tempel Sri Lankas steht heute ein Ableger des Bodhibaums aus Anuradhapura.
Wirtschaftlich angebaut werden in Sri Lanka vor allem Gewürzpflanzen wie Zimt und Kurkuma, aber auch Reis, Tee, Kautschuk, Kokos und Zuckerrohr.

Geld abheben - Geldautomaten - ATM

Das Geld abheben gestaltet sich in Sri Lanka als recht problemlos. Die Währung ist die Sri-Lanka-Rupie, 200 Rupien sind in etwa 1 Euro. Bankautomaten (ATMs) sind in der Regel in jedem großen wie kleinerem Ort vorhanden, das Abheben mit der Kreditkarte ist im Normalfall gebührenfrei. Solltest du vorhaben, in weiter abgelegene oder noch nicht allzu sehr vom Tourismus erschlossene Regionen zu reisen, empfiehlt es sich dennoch auf Nummer sicher zu gehen und vorab genügend Bargeld abzuheben.
Am Flughafen oder bei autorisierten Geldwechselstuben in Ortschaften kann alternativ auch Geld gewechselt werden, zwar zu einem etwas schlechteren, aber immer noch passablen Kurs.

Kultur

Sri Lanka ist unheimlich reich an kulturellen Highlights. Insbesondere in kleineren Orten und Dörfern erhalten Reisende schnell einen Einblick in die alltägliche Kultur und Traditionen der Einheimischen, die sie auch gerne mal auf einen Tee oder eine Mahlzeit in ihr Zuhause einladen.
Bis ins 13. Jahrhundert war Sri Lanka ein singhalesisches Königreich, deren Hauptstadt mehrmals wechselte. Jaffna war ab dem 13. Jahrhundert das erste tamilische Königreich, da es über Jahrzehnte versuchen musste, sich gegen versuchte Übernahmen aus Südindien zu wehren. Ein deutlicher südindischer Einfluss ist dennoch heute noch zu spüren, so dass die Kultur in Jaffna sich recht stark von der im Rest des Landes unterscheidet.
Anschließend entstanden weitere regionale Königreiche, die entweder singhalesisch oder tamilisch waren. Im kulturellen Dreieck rund um die alten Königsstädte Anuradhapura, Sigiriya und Polonnaruwa lassen sich heute noch die Überreste vergangener Königreiche bestaunen. Auch das ehemalige Königreich Kandy hat kulturell viel zu bieten, der Tempelbezirk mit der Reliquie des heiligen Zahns, angeblich ein Zahn Buddhas, wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Hier finden über das Jahr verteilt viele buddhistische Feste statt, wie zum Beispiel die Esala-Prozession im Hochsommer, die von bunten Kostümen, beeindruckenden Tänzen und festlich geschmückten Elefanten geprägt ist.
In der Neuzeit war Sri Lanka zunächst portugiesische, dann niederländische und schließlich britische Kolonie. In vielen Städten sind die Einflüsse der Kolonisten noch deutlich wahrnehmbar. So verfügt Nuwara Eliya im Hochland über zahlreiche schöne Kolonialbauten und das Fort Galle im Süden der Insel ist ein Überbleibsel der niederländischen Kolonialherrschaft, das auch zum UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.
Unter UNESCO-Schutz stehen außerdem der Höhlentempel Dambulla sowie das Sinharaja Forest Reserve.
Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist das hinduistische und buddhistische Neujahrsfest, Aluth Avurudda, das jährlich zwei Tage lang im April ausgiebig gefeiert wird. Die Straßen verwandeln sich in Festplätze mit Musik, Feuerwerken und leckerem Essen, das öffentliche Leben steht größtenteils still. Im Mai wird anschließend im Rahmen des Vesak-Festes der erste Monat des buddhistischen Kalenders eingeläutet. Dies ist für Buddhisten das bedeutendste Fest des Jahres und die gesamte Insel wird mit leuchtenden Lampions dekoriert.

Die Flagge Sri Lankas

Die Flagge Sri Lankas wird durch den sehr präsenten goldenen Löwen auch gerne als „Löwenflagge“ bezeichnet. Der Löwe ist das Nationalsymbol der Singhalesen, da nordindische Siedler, die Vorfahren der Singhalesen, sich Simha Vamsa nannten, was in Sanskrit „Volk des Löwen“ bedeutet (simha = Löwe, Vamsa = Volk / Stamm). Auf der Landesflagge repräsentiert er mit dem Schwert in seiner rechten Vorderpfote Tapferkeit.
Der weinrote Hintergrund, auf dem der Löwe abgebildet ist, steht für die Singhalesen. Der grüne Vertikalstreifen ganz links repräsentiert die muslimische Bevölkerung, während der daneben platzierte gleich große Streifen in Safrangelb für die Tamilen, die größte Minderheitsgruppe, steht. Die gelbe Umrandung stellt die Einheitlichkeit des Landes und der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen dar.
In allen vier Ecken des weinroten Flaggenteils ist ein goldenes Blatt eines Bodhibaums platziert. Unter einem Bodhibaum hat Buddha den Überlieferungen zufolge zur Erleuchtung gefunden. Die Blätter sind auf der Flagge Sri Lankas Symbole für die vier „himmlischen Verweilzustände“, die Brahmaviharas des Buddhismus: Liebende Güte (metta), Mitgefühl (karuna), Mitfreude (mudita) und Gleichmut (upekkha).

Teeanbau

Sri Lanka ist Heimat des weltweit berühmten Ceylon Tees. Unter britischer Herrschaft nannte das Land sich noch Ceylon, der Tee heißt heute noch so. Tee ist seit vielen Jahrzehnten eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes und Sri Lanka eine der fünf größten Teenationen der Welt.
Dabei war das Land lange vom Kaffeeanbau geprägt. Die britischen Kolonisten brachten zwar bereits 1824 die ersten Teepflanzen mit, doch es war erst der Schotte James Taylor, der 1867 ernsthaft mit dem Teeanbau in der Nähe von Kandy begann und wenige Jahre später den ersten Tee nach England exportierte. Dennoch dauerte es noch bis in die 1870er Jahre, in denen die Kaffeepest die Kaffeeplantagen Sri Lankas beinahe komplett zerstörte, bis auch die letzten Bauern ihr Gewerbe auf Tee umstellten.
Mittlerweile gibt es in Sri Lanka sieben Teeanbaugebiete (Uva, Dimbula, Uda Pussallewa, Nuwara-Eliya, Kandy, Ruhuna und Sabaragamuwa), die allesamt im Hochland um den Adam’s Peak herum liegen. Überwiegend wird in den rund 600 Teefabriken Schwarztee produziert, in deutlich kleineren Mengen auch Grüntee und Weißtee. Angebaut wird sowohl die Thea sinensis aus China als auch die Thea assamica aus dem nordindischen Assam. Als besonders hochwertig erachtet wird der Tee aus Plantagen in über 1.200 Meter Höhe, da das Aroma durch das von der Höhe bedingte langsamere Wachstum besonders fein ist.
Grundsätzlich kann der Tee das ganze Jahr lang geerntet werden, die Qualität unterscheidet sich aber witterungs- und jahreszeitenbedingt. Zur Zeit des Nordostmonsuns (November – März) kommt der hochwertigste Tee aus dem Westen Dimbulas, zur Zeit des Südwestmonsuns (Mai – Oktober) aus Uva.

Nützliche Links

Offizielle Webseite zu Tourismus und Reisen auf Sri Lanka. https://www.srilanka.travel/