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Mensch gegen Elefant: Der stille Krieg in Sri Lanka

Mensch gegen Elefant: Der stille Krieg in Sri Lanka

In Sri Lanka, wo Elefanten nicht nur als majestätische Tiere, sondern auch als nationale Symbole und heilige Wesen gelten, brodelt ein schwelender Konflikt. Trotz ihres hohen Schutzstatus und der tiefen kulturellen Bedeutung geraten die Dickhäuter immer häufiger ins Visier – von Menschen, die sich zunehmend überfordert und bedroht fühlen.

Wenn Schutz zur Herausforderung wird

Rund 7.000 wilde Elefanten leben aktuell auf der Insel – eine beachtliche Erholung nach einem dramatischen Bestandsrückgang in den 1990er-Jahren. Der Schutz durch nationale Gesetze und internationale Konventionen zeigt Wirkung. Doch mit dem Wachstum der Population wachsen auch die Spannungen: Bauern beklagen zerstörte Felder, beschädigte Wasserleitungen und regelmäßige Übergriffe auf ihr Eigentum. Für viele ist das Maß voll – trotz buddhistischer Lehren, die das Töten der Tiere strikt verbieten.

Grausame Methoden, verzweifelte Bauern

Im Jahr 2025 wurden bereits rund 200 Elefanten getötet. Die Methoden sind brutal: von Schüssen über Elektroschocks bis hin zu mit Sprengstoff gefüllten Früchten, die Elefanten beim Fressen zerreißen. Auch der Eisenbahnverkehr wird zur Todesfalle – wie etwa an einem einzigen Freitag, an dem zwei Elefanten erschossen und einer von einem Zug überfahren wurde. Auf der anderen Seite sind 55 Menschen in diesem Jahr durch Elefantenangriffe ums Leben gekommen.

Tourismus als Teil des Problems

Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Elefanten ihre natürliche Scheu vor Menschen verloren haben – auch wegen des Massentourismus. Vor allem im Udawalawe-Nationalpark hat sich beobachtbares Bettelverhalten entwickelt: Elefanten betteln um Futter, durchbrechen Zäune und suchen gezielt nach süßer Touristenkost. Die Tiere werden so zunehmend dreister – und gefährlicher. Die Hauptautorin der Studie, Shermin de Silva, warnt: Viele Touristen unterschätzen die wilde Natur der Tiere, nähern sich ihnen für Fotos – und bringen sich und die Elefanten in Gefahr.

Ein Aufruf zur Verantwortung

Tierschützer und Wissenschaftler fordern nun striktere Maßnahmen: ein konsequentes Fütterungsverbot, mehr Aufklärung und ein verantwortungsvollerer Tourismus. Die Herausforderung bleibt jedoch gewaltig – denn hier prallen Menschenschutz, Tierliebe und wirtschaftliche Realitäten unversöhnlich aufeinander.

 

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