Myanmar gehört zu den beeindrucktesten Ländern Südasiens. Unendlich reich an kulturellen Schätzen und geheimnisvollen Bauten, wird Thailands nördliches Nachbarland für abenteuerlustige Backpacker und Individualtouristen immer beliebter.

Myanmar ist erst seit wenigen Jahren für Touristen zugänglich, noch nicht überlaufen und sehr ursprünglich. Dadurch erlebst du unberührte Natur, weiße Sandstrände auf einsamen Inseln und ein unverfälschtes, vom Tourismus kaum beeinflusstes kulturelles Leben der Einheimischen.

Die Bevölkerung des Landes gilt als überaus gastfreundlich und herzlich. Hier werden Reisende noch nicht als nervige Touristen erlebt, sondern als Freunde behandelt. Die Kommunikation ist echt und von großer Neugier geprägt.
Du solltest dir jedoch im Klaren darüber sein, dass die touristische Infrastruktur Myanmars noch in den Kinderschuhen steckt. Mit dem perfekt ausgebauten Thailand ist dieses Land nicht zu vergleichen. Selbstverständlich gibt es auch in Myanmar exklusive Unterkünfte, öffentliche Verkehrsmittel, westliches Essen, Taxis und Reiseführer. Dies jedoch in einem deutlich geringeren Umfang und in der Regel auch nicht so leicht zugänglich oder konstant verfügbar, als in den Nachbarländern.
Die meisten Myanmarreisenden suchen unverfälschte Abenteuer, inmitten in einer uralten Kultur und den letzten unberührten Naturparadiesen der Erde.

Beliebte Reiseziele in Myanmar

Yangon

Yangon ist die ehemalige Hauptstadt Myanmars und nicht nur wirtschaftlicher Hauptsitz, sondern auch eines der kulturellen Höhepunkte des Landes.
In Yangon starten und enden die meisten Reisen nach Myanmar, denn hier liegt der internationale Flughafen des Landes.
Spaziergänge durch Yangon sind hochinteressant, wenn auch nicht grade idyllisch. Eine typische Südasiatische Großstadt eben, mit all dem Chaos, Trubel, Verkehr und Schutz, welchen eine solche meist mit sich bringt.

Egal wo in Myanmar du nach Yangon hinreist, es wird definitiv ruhiger werden. Werfe dich also für einige Tage in den Trubel und genieße all die neuen Eindrücke.

Das absolute Must-See in Yangon ist die berühmte Shwedagon-Pagode. Die gleichermaßen faszinierende wie riesige Pagode ist nicht nur das Wahrzeichen des gesamten Landes. Sie gehört außerdem zu den weltweit wichtigsten Heiligtümern der Buddhistischen Welt. Ihre goldenen Türme ragen beinahe 100 Meter in den tropischen Himmel.

Bagan in Myanmar

Bagan gehört zu den meistbesuchtesten Orten in ganz Myanmar und darf auf deiner Reiseliste auf keinen Fall fehlen. Denn Bagan ist die Stadt der 2000 Pagoden. Diese verteilen sich gleichmäßig über die flache, von wenigen Bäumen benetzte Landschaft und ragen beinahe surreal erscheinend in den Himmel. Vor allem bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang tauchen sie dabei in schönste Farbenspiele ein und bieten wohl eines der spektakulärsten Fotomotive weltweit. Die beste Aussicht auf das Umland bietet die beliebteste unter ihnen, die Shwesandaw-Pagode. Von hier aus ist die Aussicht wirklich spektakulär. Du solltest, zumindest in der Hauptsaison auf jeden Fall früh genug da sein, um dir einen der oberen Plätze auf der Pagode zu sichern.

Mandalay

Mandalay gehört neben Yangon zu den Großstädten des Landes.
Im Gegensatz zu Yangon ist Mandalay jedoch deutlich weniger chaotisch und viel übersichtlicher. Kulturell hat die Stadt jedoch mindestens genauso viel zu bieten. Vor allem die vielen Tempel und Pagoden sind eine Reise wert und auch Tagesausflüge ins ebenso interessante Umland, lassen sich von hier aus gut umsetzen.

Die im Norden der Altstadt gelegene, aus 729 weißen Stupas bestehende Kuthodaw-Pagode ist besonders sehenswert. Genauso sehenswert ist auch die nahegelegene Kuthodaw-Pagode, gleich am Fuße des Mandalay Hills.
Nach dem Besuch der zwei Pagoden kannst du den Mandalay Hill besichtigen. Von dort oben hast du eine atemberaubende Aussicht über die Stadt.

Inle Lake / Inle See

Im Herzen Myanmars liegt der beliebte Inle See. Berühmt ist der See vor allem für seine Bewohner, die sich voll und ganz auf das Leben am See eingestellt haben. So findest du hier vor allem die bekannten Einbeinruderer, schwimmende Dörfer bzw. schwimmende Gärten und eine faszinierende Landschaft. Um dir einen ersten Überblick zu verschaffen, solltest du eine Bootsfahrt mit einem Fischerboot machen. Zwischen all dem menschlichen Leben auf dem Wasser, befindet sich ein großes Netz aus Wasserstraßen, welche an unzähligen Handwerksbetrieben auf Stelzenhäusern mitten im See vorbeiführen. Die Menschen hier sind überaus freundlich und wenig aufdringlich. Auch das Festland um den See herum bietet gute Besichtigungsmöglichkeiten. Besonders vor Sonnenaufgang ist der See, vor allem für Fotografen, eine Augenweide. Zu dieser Zeit ziehen oftmals dicke Nebelschwaden über das Wasser und tauchen alles in eine geheimnisvolle Wunderwelt.

Mrauk U

Der Ort mit dem lustigen Namen Mrauk U, gehört zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Myanmars und existiert seit dem Jahre 1433.
Er liegt im äußersten Nordwesten des Landes und sollte auf keiner Myanmar Reise fehlen. Es handelt sich bei diesem abgelegenen Ort um eine versunkene Königsstadt, welche mit unzähligen verfallenen Tempeln, uralten Pagoden und einer eindrucksvollen Landschaft fasziniert.
Nicht nur die Landschaft ist sehr ursprünglich, sondern auch ihre Bewohner. Hier trifft man sie noch, die Frauen mit den großen Wasserkrügen auf den Köpfen, welche sie zuvor am Brunnen auffüllten. Die richtige Aussprache des Ortes lautet übrigens: Mjau U.

Myanmar, Burma, Birma - Was denn nun eigentlich?

Myanmar wird auf der Landkarte immer noch mit einem hinten in Klammern stehenden (Burma) bezeichnet. In Deutschland ist auch häufig von Birma die Rede, wenn Myanmar gemeint ist.
In den westlich geprägten, englischsprachigen Ländern wie den USA oder Australien, ist Burma nachwievor die gängige Länderbezeichnung Myanmars. Doch was hat es damit auf sich?

Die verschiedenen Namen, sowie auch der eigentliche Landesname, leiten sich von der größten Bevölkerungsgruppe des Landes ab. Diese Bevölkerungsgruppe heißt Myanma und wird umgangssprachlich vereinfacht Bama ausgesprochen.
Im Englischen wurde Myanmar daher viele Jahre lang Burma ausgeschrieben. Diese leicht veränderte Schreibweise galt der vereinfachten Aussprache. Bama und Burma klingen im englischen Dialekt beinahe identisch.
Die Deutsche Form von Burma wurde Birma genannt, da das U in Burma sich im englischen eher wie ein angedeutetes deutsches I anhört. Das fehlende R der eigentlichen Völkerbezeichnung der Myanma(r) wurde im Englischen hinten drangehängt, um die richtige Aussprache zu vereinfachen und die Betonung auf das zweite A zu legen.

Doch wie lautete nun die richtige Bezeichnung des Landes? Myanmar, Burma oder Birma?
Zuerst einmal, gemeint ist ein und dasselbe Land. Bis zum Ende der 1980 er Jahre war die Bezeichnung Burma im Englischen und Birma im Deutschen üblich.

Myanmar ist eine ehemalige britische Kolonie. Ab den 1920er Jahren wurde versucht, die Bevölkerungsgruppen zu vereinen und sie entweder alle Myanma oder alle Bama zu nennen.

Die Worte wechselten sich einige Jahre lang immer wieder ab. Im Jahre 1989 wurde von der Militärjunta einheitliche Namensbezeichnung Myanma beschlossen und das Land offiziell in Union Myanmar umbenannt. Doch warum steht der Name Burma immer noch in Klammern hinter dem Wort Myanmar? Dies hat den Grund, dass nicht alle Staaten der Erde den neuen offiziellen Namen – Union Myanmar – akzeptieren wollten.

Die USA zum Beispiel, lehnten die Übernahme des neuen Namens als Zeichen ihrer Missbilligung über das Militärregime innerhalb des Landes ab. Die vereinigten Nationen wiederum, übernahmen den neuen Namen. So kommt es, dass Myanmar in einigen Ländern nachwievor offiziell Burma heißt.

Myanmar, Burma und Birma sind demnach die Bezeichnungen für ein und dasselbe Land.

Myanmar ist der heutige offizielle Name des Landes. Burma ist der ehemalige offizielle Name im englischsprachigen Raum und wird teilweise heute noch von einigen Ländern verwendet. Birma galt nur im deutschsprachigen Raum und ist heute keine offizielle Bezeichnung mehr für Myanmar.

Land & Leute in Myanmar

Myanmar ist mit einer Landesfläche von 676577 km² beinahe doppelt so groß wie Deutschland.
Es grenzt im Süden an Thailand, im Osten an Laos, im Nordosten an China, im Nord-Westen an Indien und im Westen an Bangladesch. Die gesamte Südwestseite liegt am Indischen Ozean, genauer, an der Andaman See und dem bengalischen Meer.
Die Bevölkerung zählt rund 53 Millionen Einwohner. Die ehemalige Hauptstadt, und heute noch größte Stadt des Landes, heißt Yangon, und zählt 5,2 Millionen Einwohner. Die eigentliche Hauptstadt Naypyidaw, was übersetzt Stadt der Könige bedeutet, ist heute die zweitgrößte Stadt und zählt rund 1,2 Millionen Einwohner.

Als Vielvölkerstaat finden sich 135 verschiedene Ethnien im Land. Der mit 70 Prozent größte Anteil unter ihnen macht die Gruppe der Myanmar aus. Bei uns lange Zeit auch Birmanen genannt.

Fast 88 Prozent der Landesbevölkerung gehören dem Buddhismus an. Birmanisch, bzw. auch Burmesisch, wird die offizielle Amtssprache in Myanmar genannt. Diese Sprache besitzt auch eine ganz eigene Schrift. Englisch wird mittlerweile, vor allem von im Tourismus arbeitenden Menschen, fleißig geübt. In weiten Landesteilen ist Englisch jedoch noch nicht besonders weit verbreitet. Die Hand und Fuß Kommunikation solltest du auf jeden Fall beherrschen.

Beste Reisezeit für Myanmar

Myanmar liegt in den Tropen Südasiens und besitzt somit ein tropisches Monsunklima. Das Land kann theoretisch das ganze Jahr über bereits werden. Kalt wird es nie, ganz im Gegenteil. Ein Großteil des Landes weist im Jahresverlauf kaum Temperaturschwankungen auf. Die Luftfeuchtigkeit ist grundsätzlich hoch. Es existieren zwei Jahreszeiten. Die Trockenzeit, von Ende November bis Anfang Mai, und die Regenzeit, von Ende Mai bis Mitte Oktober. Dabei wird die Trockenzeit noch einmal in die kühle Jahreszeit, von Ende November bis Ende Februar, und die heiße Jahreszeit von Anfang März bis Anfang Mai unterteilt. Bedingt durch Myanmars Terrain sind die Ausprägungen dieser Jahreszeiten etwas unterschiedlich. Vor allem das Bergland im Norden des Landes, bildet eine besondere Ausnahme.

Die angenehmste und auch beliebteste Reisezeit ist von Mitte Oktober bis Ende Februar. Diese Monate liegen in der kühleren Trockenzeit und erreichen landesweite Durchschnittstemperaturen zwischen rund 18 bis 32 Grad. Lagebedingt kann das Thermometer in der Stadt Mandalay, vor allem abends, durchaus auch mal unter die 13 Grad Marke fallen. Derart kühle Temperaturen sind aber eher selten. Meist hält sich das Thermometer über der 20 und unter der 30 Grad Marke. Während der Oktober in Mandalay bereits weitestgehend trocken ist, können in der Gegend um Yangon oder Ngapali Beach noch die letzten Ausläufer des Monsuns zu spüren sein. Ab November liegt das gesamte Land jedoch in trockenen Tüchern. Je höher bestimmte Gebiete liegen, desto kälter wird die Tagesdurchschnittstemperatur. Die kühlere Jahreszeit ist perfekt zum Wandern geeignet. Wer viele Aktivitäten plant, findet jetzt die richtigen Voraussetzungen dafür.

Nach der kühleren Trockenzeit kommt die heiße Trockenphase, von Anfang März bis Anfang Mai. Die Durchschnittstemperaturen liegen hier zwischen 25 und 38 Grad. Sie steigen an, je näher es der Regenzeit geht. Auch in der heißen Trockenzeit ist Myanmar eine Reise wert. Die große Hitze kann empfindlichen Menschen jedoch gehörig zu schaffen machen. Wer einmal bei 38 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit versucht hat einen Berg zu besteigen, weiß Bescheid. Die heiße Phase eignet sich für entspannungssuchende oder hitzeunempfindliche Abenteurer gut.

Im Anschluss an die heiße Trockenphase grenzt die nicht mehr ganz so heiße Regenzeit. Sobald der Monsun einsetzt, kühlt es sich um einige Grad ab. Frost und Kälte sind dennoch nicht zu erwarten. Die Regenzeit wartet immerhin mit Temperaturen zwischen 24 und 32 Grad auf. Auch regnet es nicht zwangsläufig rund um die Uhr, sondern mehrmals am Tag kurz und dafür extrem heftig. Die Luftfeuchtigkeit steigt rapide an. Durch die Feuchtigkeit vermehren sich Insekten besonders gut. Wer Sturzregen, Luftfeuchte und Mosquitoscharen nicht scheut, kann die Regenzeit sogar genießen. Die schönsten Tropengewitter und buntesten Wolkenformationen sind der Lohn für alle Unannehmlichkeiten. Nicht zu vergessen, der sehr geringe Tourismus zu dieser Jahreszeit.

Visum für Myanmar

Deutsche Urlauber benötigen zur Einreise nach Myanmar ein Visum. Dieses kannst du bei der Botschaft der Republik der Union Myanmar in Berlin beantragen. Als Urlauber kannst du das Visum auch online beantragen. Es kostet 50 USD, welche du mit der Kreditkarte begleichen musst. Nach der Beantragung wird dir das Visum per E-Mail zugeschickt.

Das Touristenvisum wird in der Regel nur zur einmaligen Ein- und Ausreise ausgestellt. Es erlaubt dir 28 Tage im Land zu bleiben.
Zur Einreise benötigst du zwingend einen Reisepass. Dein Reisepass sollte mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig sein. Auch ein Rück- oder Weiterflug ist notwendig, da die Airlines dich am Heimatflughafen sonst garnicht erst einsteigen lassen.

Beachte, dass die Einreisebestimmungen sich regelmäßig ändern können. Die aktuellsten Meldungen findest du auf der Website des Auswärtigen Amtes. Doch auch dort kann es zu verzögerter Informationsweiterleitung kommen. Informiere dich vor der Abreise auf jeden Fall nach aktuellen Bestimmungen.

Anreise nach Myanmar

Es gibt keine Direktflüge von Deutschland aus nach Myanmar. Daher musst du den Umweg über seine Nachbarländer gehen.
Von Deutschland aus fliegen die meisten Fluggesellschaften erst einmal ein anderes asiatisches Land im Direktflug an, zum Beispiel Singapur. Von dort aus steigst du in eine Maschine nach Myanmar um. Theoretisch kannst du aber auch von vielen anderen asiatischen Staaten im Direktflug nach Myanmar fliegen. Dazu gehören neben Singapur auch Thailand, Malaysia, Vietnam, China, Indien, Bangladesch, Hong Kong, Kambodscha, Taiwan, Südkorea, Katar, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Von diesen Orten kannst du im Direktflug hinfliegen. Alle anderen Länder müssen eines dieser genannten Länder anfliegen, um nach Myanmar zu gelangen.
Du kannst deine Reise also gut und gerne mit einem Zwischenstopp in einem anderen interessanten Land verbinden.

Die kürzeste Anreise dauert laut Skyscanner, inkl. Umstiegszeiten ab 15 Stunden aufwärts. Auch die Einreise über die angrenzenden Nachbarländer, etwa Thailand oder Laos, ist möglich. Die Visabestimmungen sind auf dem Landweg die gleichen.

Impfungen & Reiseapotheke für Myanmar

Der medizinische Standard Myanmars steht weit hinter dem europäischen.
Die Ausbildung des medizinischen Personals in häufig mangelhaft. Englisch wird nur wenig gesprochen. Auch in Krankenhäusern fehlt es häufig an moderner technischer Ausrüstung. Von Hygiene ganz zu schweigen.
Myanmar Reisende sollten bereits vor der Einreise gesundheitliche Vorkehrungen treffen. Dies beginnt bereits beim Abschluss einer guten Reisekrankenversicherung, die unbedingt auch den Rücktransport miteinschließt.
Jeder Reisende sollte außerdem eine eigene Reiseapotheke dabeihaben. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten diese in ausreichender Menge für den gesamten Reisezeitraum mitgebracht werden. Doch nicht nur die eigenen Medikamente sind wichtig, sondern auch ein gewisser Vorrat an medizinisch Notwendigem, welches im Land nur unzureichend zu bekommen ist.

Dazu gehören unter anderem:

  • Pflaster und Verbandsmaterialien
  • Desinfektionsmittel für Haut und Gegenstände
  • Schmerz-und Fibermittel wie Paracetamol oder Iboprophen
  • Ein Fieberthermometer
  • Mittel gegen Reiseübelkeit
  • Mittel gegen Durchfall und Verstopfung
  • Tabletten oder Mundspülungen bei Halsschmerzen
  • Nasenspray, Hustenlöser
  • Ein Breitband-Antibiotikum
  • Antihistaminika gegen Allergien
  • Starkes Insektenspray, am besten mit dem Inhaltsstoff DEET
  • Elektrolyte
  • Prophylaxe gegen Tropenkrankheiten wie zum Beispiel Malaria
  • Je nach Exposition empfiehlt es sich, saubere Spritzen und Kanülen mitzuführen

Nicht nur Unfälle können einen Arztbesuch notwendig machen, sondern auch die meist durch Insektenstiche, Tierbisse oder unzureichende Hygiene übertragbaren Tropenkrankheiten. Insekten sind vor allem in der Regenzeit aktiv, kommen aber auch in der Trockenzeit vor.
In Myanmar treten regelmäßig Fälle von Malaria, Dengue Fieber, Zika-Virus-Infektionen, Chikungunya-Fieber, Japanische Enzephalitis, Tollwut, Typhus, Vogelgrippe und auch Tuberkulose auf.

So solltest du sowohl tagsüber, als auch abends und nachts auf einen ausreichenden Insektenschutz achten.
Lange, weite, helle Kleidung, gutes Insektenspray und des nachts ein Mosquitonetz, sind von Vorteil.

Um die Tollwutgefahr zu verringern, halte dich von wilden Tieren und auch verwilderten Haustieren fern. Vor allem von denen, die besonders zahm wirken. Esse niemals rohes, nicht erhitztes, ungeschältes Obst oder Gemüse.
Spüle rohe Früchte nach dem Schälen mit Flaschenwasser ab.
Trinke niemals Wasser aus der Leistung und nutze Flaschenwasser auch zum Zähneputzen.
Wasche dir regelmäßig die Hände und desinfiziere jeden Toilettensitz, bevor du Platz nimmst.

Die WHO empfiehlt die Standard Impfungen die auch in Deutschland empfohlen werden.
Es gibt jedoch auch Impfungen gegen Tollwut, Japanische Enzephalitis und auch Tuberkulose. Ob diese für dich in Frage kommen oder überhaupt notwendig sind, kannst du mit einem Tropenmediziner besprechen.

10 Sätze und Wörter die Du kennen solltest

Auch wenn sich die Burmesen größte Mühe geben, das Englisch ist im Durchschnitt eher schlecht bis garnicht vorhanden.
Es ist also von größter Wichtigkeit, dass du das ein oder andere Wort kennst, um dich vor Ort verständlich machen zu können.
Hier sind die 10 wichtigsten Sätze die du kennen solltest:

  • Guten Tag und Guten Abend – Mingalarbar
  • Auf Wiedersehn – Tat tar
  • Entschuldigung – Ngar taung pan par deh
  • Vielen Dank – Jay zu tin bar deh
  • Bitte – Ya bar deh
  • Wie komme nach…? – Bae lo twar ya ma lae ?
  • Krankenhaus – Sayyon
  • eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – tit / nit / thone / lay / ngar / chauk / khone / shit / koe / tasae
  • Die Rechnung bitte – Bill pay bar
  • Rufen Sie einen Arzt – Sa yar win khaw pay par

Wie sicher ist das Reiseland Myanmar?

Die touristischen Regionen Myanmars gelten als sicher.
Taschendiebstähle sind nicht selten und seit Anfang 2019 hat sich die Sicherheitslage des Landes verschärft.

Vor allem in Teilen im Norden des Landes werde heftige Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär, teilweise auch mit Todesopfern, ausgetragen. Derzeit sind viele Menschen auf der Flucht, sodass die Grenzen zu China bereits geschlossen wurden. In vielen Grenzregionen operieren schwerbewaffnete Rebellengruppen, welche nicht vor Gewalttaten zurückschrecken.

Teile des Chin State, der Sagaing Region, der Shan, Mon, Kayin, Karen und Kayah States sind von Minenfeldern betroffen.
Reisenden wird unbedingt abgeraten sich dort aufzuhalten. Im Rakhine State, in welchem sich auch die wunderbare Stadt Mrauk U befindet, ist von ethnisch motivierten Auseinandersetzungen und Kampfhandlungen betroffen. Auch hier solltest du vorerst nicht hinreisen.

In einigen Teilen des States können Ausgangssperren angeordnet worden sein. Grenzregionen dürfen von Touristen garnicht mehr aufgesucht werden. Ausschließlich mit bewilligter, besonderer Genehmigung. Auch sind politisch motivierte Sprengstoffattentate nicht selten. Bei diesen kommt es regelmäßig zu Verletzten und Todesopfern. Touristen sollten große Menschenansammlungen und Demonstrationen in jedem Fall meiden. Diese werden von Sicherheitskräften häufig sehr gewaltsam aufgelöst. Auch Proteste und Demos die zuerst friedlich scheinen, können mit einem Wimpernschlag in heftigste Gewalt umschlagen. Derzeit (Stand 2019) ist Myanmar kein besonders sicheres Reiseland.

Auch wenn Touristen nicht unmittelbar Ziel der Attacken sind, so können sie durchaus unfreiwillig in die Schusslinie geraten. Vor der Anreise solltest du dich unbedingt über die Sicherheitslage im Land informieren.

Ein weiteres Sicherheitsrisiko sind Naturkatastrophen. Myanmar liegt in der seismisch aktiven Zone. Das bedeutet, dass du jederzeit mit Erdbeben rechnen musst. Erdbebensichere Gebäude sind in Myanmar eher selten. Informiere dich also vorher über die richtigen Verhaltensweisen während eines Bebens. In den Küstenregionen kann es, vor allem zur Regenzeit, sehr stürmisch werden. Tropische Zyklone und schwere Gewitter sind keine Seltenheit.
Auch wenn manch ein Abenteurer sich über stürmisches Wetter freut, so sei dir bewusst, dass Myanmar nicht im Ansatz die gleichen Evakuierungs- und Notfallmaßnamen einleiten kann, wie du es von einem westlichen Land gewohnt bist. Halte dich bei Sturmwarnungen aus bestimmten Regionen lieber fern.

Reiseführer und Touren in Myanmar

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Nützliche Links

Offizielle Tourismus Webseite von Myanmar https://tourism.gov.mm/de/