Wir verreisen leidenschaftlich gerne und möchten dich an unserer Begeisterung für fremde Länder und Kulturen teilhaben lassen.
Für uns fühlt sich eine Reise nur gut an, wenn wir diese auch mit Gutem Gewissen antreten, bzw. mit Gutem Gewissen aus einem Urlaubsland zurückkommen.
Wir sind der Meinung, dass zeitgemäßer Tourismus nicht nur dem Reisenden Spaß machen sondern auch für die Gastgeber von Vorteil sein sollte.

Hier haben wir für dich ein paar Tipps und Vorschläge, wie auch du deine Reise so richtig rund machen kannst.

Nachhaltiges Reisen: Was ist das überhaupt?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist stark dehnbar und es gibt viele unterschiedliche Definitionen.
Prinzipiell ist jedoch alles was wir tun nachhaltig, wenn wir dabei keine negativen Konsequenzen für die Zukunft verursachen.
Das gilt sowohl für die Umwelt als auch für Wirtschaft und Gesellschaft. Alles soll so an die Nachwelt weitergegeben werden, dass die folgenden Generationen mindestens genauso wie wir leben können.
Auf Reisen bedeutet das, dass weder die Umwelt noch die Kultur am Zielort durch unseren Besuch einen Schaden erfahren sollen.
Nachhaltiges Reisen zerstört nicht, nachhaltiges Reisen fördert. Es schützt die Umwelt, schont Ressourcen, unterstützt die lokale Wirtschaft und stärkt die einheimische Kultur.
Trotzdem werden unsere eigenen Ziele erfüllt und am Ende profitieren alle Beteiligten von einer nachhaltigen Reise.

UNSERE TIPPS FÜR NACHHALTIGES REISEN BEVOR ES LOSGEHT!

Vermeide das Flugzeug so oft es geht

Flugzeuge sind im Urlaub die Umweltsünder Nummer eins. Vermeide sie also, wann immer es geht.
Inlandsflüge kannst du dir sparen. Selbst Reisen in benachbarte Länder sind häufig mit Bus und Bahn möglich.
Dabei gibt es sogar jede Menge zu entdecken. Du kommst besonders nah an die Einheimischen heran und siehst authentische Landstriche abseits der touristischen Pfade.

Informiere dich über das Reiseland

Eine kurze Information über die landesüblichen Do’s & Dont’s verhindern Fettnäpfchen und ermöglichen den Zugang zu Land & Leute.

In Thailand zieht man z.B. vor dem Betreten eines Hauses oder Laden die Schuhe aus, bevor man diese betritt.
Kindern in Asien streichelt man grundsätzlich nicht über den Kopf, in Myanmar gibt man seinem Gegenüber Dinge nur mit der rechten Hand, da die linke als unsauber gilt.
Das sind wirklich nur ein paar Dinge die wir erwähnen möchten und können sogar innerhalb eines Landes wieder komplett unterschiedlich sein.

Was wir in Deutschland oder in anderen Reiseländern nicht als schlimm empfinden, kann in anderen Ländern eine Beleidigung darstellen.
Bitte informiere dich deshalb über die Do’s & Dont’s.

Clever packen: Nimm nur das Nötigste mit und reduziere das Reisegepäck

Nachhaltig reist du am besten mit wenig Gepäck. Schwere Gepäckstücke verursachen höhere Treibstoffkosten und nehmen dir einen Teil deiner Flexibilität.
Mit leichtem Gepäck kannst du ein Fahrradtaxi nutzen.
Bist du aber mit zwei schweren Koffern unterwegs, brauchst du eine motorisierte Fahrgelegenheit. Ist dir außerdem schonmal aufgefallen, dass große Rucksäcke unnötig viel Platz im ohnehin oft überfüllten Bus wegnehmen?
Gerade den Locals gegenüber finden wir das nicht fair. Sind sie auf die billigen Busse angewiesen und oft stundenlang damit unterwegs. Immer wieder sehen wir schwangere Frauen, junge Mütter mit einem Baby auf dem Arm, alte Menschen und Kranken, die über das sperrige Gepäck von Backpackern stolpern

Kleine Inhaber geführte Unterkünfte statt Massentourismus

Bevorzuge kleine inhabergeführte Unterkünfte.
Das ist nicht nur persönlicher sondern das Geld kommt auch dort an, wo es hinsoll – bei den Locals.

UNSERE TIPPS FÜR NACHHALTIGES REISEN WÄHREND DER REISE!

Entdecke den echten Flair des Landes - Eat local

Wenn wir verreisen möchten wir das Land und die Leute kennenlernen. Dazu zählt natürlich auch die traditionelle Küche des Landes.
Wir können es leider nie verstehen, warum Touristen im Urlaub nicht mal 3 Wochen auf Ihr Schnitzel mit Pommes oder Pizza verzichten können. Im Thailand Urlaub muss es auch kein Argentinisches Rinderfilet sein!
Deshalb: Bevorzuge regionale Gerichte, wenn möglich aus ökologischem und kleinbäuerlichem Anbau.

Verschwende keine Lebensmittel

Die Galle kommt uns hoch, wenn wir in All Inklusiv Hotels die vollgepackten Teller sehen, an denen lustlos rumgelutscht und mit dem Essen gespielt wird, als wäre es Sand mit denen man Sandburgen bauen kann. Schlemmen bis die Schwarte platz? Gerne, aber mit Respekt und Verstand!
Nimm dir einen kleinen Löffel des Gerichts auf deinen Teller, probier es, wenn es schmeckt, hol dich Nachschlag.

Die richtige Kleiderwahl für jeden Anlass

Orientiere dich bei der Kleiderwahl was vor Ort, an dem entsprechenden Orten üblich ist. Das hilft bei deiner kulturellen Begegnung enorm.
Du zeigst gerne deine Muckies? Gerne am Strand. Tanktops haben in Tempelanlagen nichts verloren.

Wasser sparen!

Hand aufs Herz. Zuhause verwendest du dein Handtücher auch mehrere Tage, wäscht deine Bettwäsche nicht jeden Tag und machst beim Zähneputzen den Wasserhahn aus.
Warum nicht auch auf Reisen?
Falls du mal einen tropfenden Wasserhahn siehst, geh hin und dreh ihn zu.

Schaue nicht weg - Zeige Zivilcourage!

Unterstütze den Kampf gegen sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern, indem Du jegliche Beobachtungen oder auch nur ein ungutes Gefühl auf www.nicht-wegsehen.net meldest.

Souvenir? Augen auf!

Kaufe keine Urlaub-Mitbringsel aus gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und denke erst gar nicht daran geschützte Kulturgüter aus dem Land zu schaffen.
Erstens sind solche Dinger mega uncool, zweitens begehst du damit eine Straftat, die im schlimmsten Fall mit Gefängnis im Urlaubsland bestraft wird.

Unterstütze bitte das lokale Handwerk, denn so werden Traditionen gepflegt und erhalten und Du unterstütz die lokale Wirtschaft. Auch wichtig: Bitte zahle faire Preise – Handarbeit ist wertvoll.

Achtsamer Umgang mit Natur und Umwelt

Dir gefällt die Blume? Bitte pflücke sie nicht, denn andere möchten sie auch bewundern, außerdem ist sie Teil einen Ökosystems und trägt zur Artenvielfalt bei. Davon abgesehen, wer weiß schon ob das zarte Blümchen vielleicht sogar giftig ist?

Meide Tiershows, Animalfarmen, Fotoattraktionen mit Tieren

Schlange um den Hals, Papagei auf dem Kopf, kleines Äffchen auf der Schulter, Elefantenreiten, Fotos mit “zahmen” Tigern, Delphine in einer größeren Badewanne… Mir wird schlecht!

Bitte meidet Tierschauen, Delfinarien und sonstige Touristenattraktionen in denen Tiere involviert sind. Alle Tiere sind erstmal Wildtiere und werden zu der Menschennähe gezwungen, teilweise mit üblen Foltermethoden. Es ist nicht natürlich, dass ein Elefant eine Gruppe von Menschen durch die Gegend transportiert, es ist auch nicht natürlich, sich an Tiger anzunähern und dort lebendig wieder rauszukommen.

Achte auf Umweltsiegel und ein klares Statement

Nachhaltiges Reisen wird an vielen Orten gefördert.
Zum Beispiel gibt es Gütesiegel, die nachhaltigen Tourismus kennzeichnen. Die Blaue Flagge ist ein Kennzeichen für Nachhaltigkeit an Stränden, während TourCert und Viabono nachhaltige Unternehmen auszeichnen.
Daneben engagieren sich viele Hotels, Restaurants und Tour-Veranstalter auch ohne Zertifikat für nachhaltiges Reisen.
Solche Anbieter werben oft mit einem aussagekräftigen Slogan. Sie machen ein klares Statement zum Wasserverbrauch, Müllmanagement oder Herkunft der Ressourcen.

Doch vorsichtig: Nicht immer werden die Versprechen erfüllt. Achte einfach auf Widersprüche im Angebot.
Zum Beispiel ist ein angeblich umweltfreundliches Hotel in Strandnähe mit Pool alles andere als nachhaltig.
Genauso wenig leistet eine Pizzeria mit Lieferservice keinen Beitrag zur Müllreduzierung.

Achte auf dein Verhalten

Ist dir bewusst, dass du als Reisender einen starken Einfluss auf die Einheimischen hast? So wie du im Urlaub eine neue Kultur kennenlernst, präsentierst du den Locals deine eigene Herkunft. Zeig dich also von deiner besten Seite. Sei ein Vorbild und erkläre, warum du auf Nachhaltigkeit setzt. An vielen Orten fehlt es an Bildung. Viele Menschen wissen einfach nicht, warum Plastikmüll die Umwelt zerstört. Mach aber nicht den Fehler, als arroganter Besser-Wisser aufzutreten. Hinterfrage lieber dein eigenes Verhalten und sei zum gegenseitigen Lernen bereit.

NACHHALTIG REISEN NACH DER REISE!

Kontakte pflegen

Versuch doch mal geknüpfte Kontakte langfristig zu halten, statt nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ zu leben.
Auf unseren Reisen haben wir echte Freunde kennengelernt, es sind Freundschaften entstanden welche wir genauso pflegen wie die unserer 200 Meter entfernten Freunde.
Wir schreiben uns regelmäßig und treffen uns sogar ab und zu auf Reisen durch fremde Länder.
Reisen verbindet!

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